Creative Unit der Universität Bremen

"Kommunikative Figurationen"


Der Forschungsverbund "Kommunikative Figurationen" wurde von 2013 bis 2016 im Rahmen der Exzellenzinitative von Bund und Ländern als "Creative Unit" an der Universität Bremen gefördert. Die Creative Unit war am Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) angesiedelt und bestand aus elf Projekten, die  in unterschiedlichen Untersuchungsbereichen das Konzept der "Kommunikativen Figurationen" weiterentwickeln - sowohl theoretisch als auch empirisch. 

Die Mediatisierungsforschung hat gezeigt, dass die zunehmende Etablierung technischer Kommunikationsmedien insgesamt und der damit einhergehende Wandel der „Herstellung“ unserer Wirklichkeit die Veränderungen vorantreiben. Ziel der Creative Unit ist deshalb die Vorbereitung einer systematischen Analyse von kommunikativen Figurationen mit Blick auf die medial geprägte Transformation sozialer Wirklichkeiten. Die Creative Unit leistet dies aus Sicht des „Individuums“, seiner „Beziehungen“ und der verschiedenen „Felder“ mediatisierter Gesellschaften und Kulturen.

Es geht darum, durch die innovative Verbindung von Geistes- und Sozialwissenschaften der Antwort auf die Frage näher zu kommen: Welchen Stellenwert hat der Wandel von Medien und Kommunikation für Kultur und Gesellschaft? Das Ziel der Creative Unit ist es, auf diese Weise die bestehende exzellente Grundlage für eine solche Forschung an der Universität Bremen weiter auszubauen.


Flyer der Creative Unit (PDF)

Angaben zu den Teilprojekten der Creative Unit

Sämtliche an der Creative Unit beteiligten Projekte zielen auf eine Weiterentwicklung des Konzeptes der "Kommunikativen Figurationen". Dabei steht die Entwicklung theoretischer Zugänge ebenso wie die Erprobung methodischer Verfahren im Vordergrund, um den Wandel von kommunikativen Figurationen im Zuge einer fortschreitenden Mediatisierung untersuchen zu können. Gleichwohl unterscheiden sich die beteiligten Teilprojekte danach, von welchem Ausgangspunkt her die Analyse erfolgt.

In der Creative Unit lassen sich drei Untersuchungsbereiche für Teilprojekte unterscheiden: 1. Projekte, die sich mit kommunikativen Figurationen ausgehend vom Individuum befassen; 2. Projekte, die von verschiedenen menschlichen Beziehungen aus kommunikative Figurationen analysieren; und 3. Projekte, die kommunikative Figurationen aus Sicht bestimmter soziokultureller Felder untersuchen. 

Internationale Kooperationspartner

ECREA Section "Mediatization"

Die Section "Mediatization" der European Communikation Research and Education Association (ECREA), koordiniert an der Universität Kopenhagen, der Södertörn Universität und am Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) an der Universität Bremen.

ECREA European Media and Communication Doctoral Summer School

Die ECREA European Media and Communication Doctoral Summer School vereint Mitglieder der europäischen Forschungsgemeinschaft, um aktuelle Themen in Medien-, Kommunikations-und Kulturwissenschaften zu diskutieren.

The Mediatization of Culture: The Challenge of New Media

Forschungsprogramm "The Mediatization of Culture: The Challenge of New Media" an der Universität Kopenhagen in Dänemark, geleitet von Stig Hjarvard.

Mediatized Stories

Forschungsnetzwerk "Mediatized Stories", koordiniert an der Universität Oslo in Norwegen und geleitet von Knut Lundby.

Storycircle Project

Das Story Circle Project, das von Prof. Dr. Nick Couldry (London School of Economics and Political Science) geleitet wird, interessiert sich für die Dokumentation der Konsequenzen, die sich für den narrativen Austausch und die weitere demokratische Kultur bei der Entwicklung digitaler Infrastrukturen.

NIIK (Netzwerk Interkulturelle und Internationale Kommunikation)

Das Netzwerk Interkulturelle und Internationale Kommunikation beschäftigt sich mit Kommunikation in einer globalisierten Welt, in der der Kontakt zwischen Menschen unterschiedlicher nationaler Herkunft und kultureller Prägung zum Normalfall wird.

Die Creative Unit wurde im Rahmen des Zukunftskonzepts "Ambitious and Agile" der Universität Bremen als Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert.